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Eine Perle entsteht
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Wie entsteht eine Glasperle?

Zur Herstellung einer Glasperle benötigt man nicht nur einen Brenner, der die nötige Temperatur bringt und Glasstäbe als Grundmaterial, sondern vorallem auch einen Dorn.

Ich verwende Edelstahldorne unterschiedlicher Stärken, je nach Art der Perle. Für Systemarmbandsperlen und Blumenräder sind es 5mm Dorne, für Fokalperlen 2-3mm. Dies Dorne werden, damit das heiße Glas keine Verbindung mit dem heißen Metall des Dornes eingeht, in ein Trennmittel getaucht. Diese Trennmittel besteht aus Kaolinpulver, Gummiarabicum und Wasser. Je nach Hersteller können natürlich auch noch weiter Bestandteile enthalten sein.

Nachdem die Dorne ins Trennmittel getaucht wurden, müssen sie trocknen. Erst dann können die Dorne für die Perlenherstellung verwendet werden. Wenn alle Hilfsmittel bereit gelegt sind, wählt man die Farbglasstangen für sein Projekt aus und dann kann es auch schon losgehen.

Dorn und Glasstab werden im hinteren Bereich der Flamme langsam erhitzt, damit nichts zu Bruch geht und sich das Trennmittel nicht vom Dorn löst. Wenn der Dorn gut durchgeglüht ist und das Glas glüht und eine richtig weiche Konsistenz hat, dann erst wird langsam in Runden das Glas auf den Dorn bis zur gewünschten Perlengröße aufgetragen.

Nun wird die Perle langsam, mit Hilfe der Schwerkraft, in der Flamme rundegeformt. Anschließend kann noch mit anderen Farben, in Form von Stringern, Twisties oder Fritten, verziert werden. Bevor man nun die Perle aus der Flamme nimmt, wird sie noch einmal gut durchgeglüht und dann im hinteren Bereich der Flamme runtergekühlt (händisches Tempern nennt sich das). Ist die Perle noch heiß, das Glas aber schon fest, kommt sie entweder in einen Ofen zum Nachtempern oder ins vorgewärmte Kühlgranulat, dem Vermiculit. Für ganz kleine Perlen muss das Granulat nicht vorgewärmt sein.

Nach dem Abkühlen, ich lasse die Perlen meist über Nacht auskühlen, kommt das Reinigen des Perlenkanals. Dazu verwende ich gerne einen kleinen Handbohrer aus dem Baumarkt, da ich damit auch die letzten Trennmittelreste aus dem Kanal bekomme. Wer möchte kann auch von Hand mit Feilen und speziellen Bürstensätzen den Perlenkanal reinigen, aber mir ist das meist zu mühsam um ehrlich zu sein.

Zu guter letzt wird die Perle noch zu einem schönen Schmuckstück gefädelt. Je nach Projekt dauert dies oft auch mehrere Stunden.