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Perlen der Wikinger
Eine Perle entsteht
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Geschichte der Glasperlen

Bevor sich der Mensch überhaupt mit Glasperlen schmücken konnte, musste er die Perle an sich erfinden. Die ersten Funde von Perlen stammen aus dem Jahr 108.000 vor Christus und sind aus Tierknochen, Steinen und Muscheln. Entdeckt wurden sie in Ostafrika. Von allen Hochkulturen sind Perlen aus den verschiedensten Materialien gefunden worden. Je nachdem was die Region an Materialien und Bodenschätzen hergab, wurden die Perlen aus Lapislazuli, Türkis, Jade, Bronze, Silber oder Bernstein hergestellt.

Wo die Glasherstellung erfunden wurde kann auch heute nicht mit Gewissheit gesagt werden, als mögliche Ausgangspunkte kommen Mesopotamien, Ägypten oder die Levanteküste in Frage. Die ältesten Glasperlenfunde stammen aus der Zeit des alten ägyptischen Reiches ~2.220 vor Christus.

Glasperlen waren auf Grund ihrer schwierigen Herstellung lange ein gern gesehenes Zahlungsmittel, im Tausch gegen Gewürze und andere Handelsware aus fernen Ländern.

Die ältesten Funde aus Europa stammen aus der Zeit der Unetice Kultur (~1.800 vor Christus), die in der Nähe von Prag entstanden ist. Heute noch am bekanntesten sind neben den venezianischen Perlen aus Murano, noch die figürlichen Perlen der Kelten (z.B. die Widderköpfchen), die Mosaikperlen der Wikinger (ihre Herstellung ist heute noch immer nur einigen wenigen bekannt und sehr aufwendig) und die Augenperlen, wie sie in der Türkei und Griechenland heute noch als beliebtes Touristensouvenir zu finden sind.

Unabhängig von Europa entwickelte sich ostwärts im asiatischen Raum eine eigene Glasperlenmanufaktur und -kultur, deren Geschick und präzises Handwerk heute noch für Aufsehen sorgen.

Jede Region hat zu jeder Zeit eigene Rezepturen für die Glaszusammensetzung entwickelt. Daher gibt es auch heute viele verschiedene Arten von Gläsern zur Herstellung von Perlen. Dies ist mit unter der entscheidenste Beitrag zur großen Vielfalt an Farben und Formen der Perlen, denn die Kombination der unterschiedlichen Gläser bringt neue Farben und besondere Reaktionen hervor.

Die bekanntesten Glashütten befinden sich heute in Italien (Effetre, Moretti, Vetrofond), Deutschland (Reichenbach, Lauscha, Kugler), Tschechien (Ornela), Amerika (Double Helix, Bullseye, TAG, Rocio), China (CiM) und Japan (Satake-Glas).

Quelle:

Loiss Sherr Subin, "The History of Beads", ISBN: 978-0-8109-5174-7
Wikipedia.de, "Glasperlen", Stand November 2011
Perlenwiki.de, "Glassorten", Stand November 2011